Coronavirus: Darum ist Laufen an der frischen Luft jetzt so wichtig!

In Zeiten der Corona-Pandemie ist unsere körperliche und mentale Fitness von besonderer Wichtigkeit. Körper und Seele profitieren von sportlichen Aktivitäten wie dem Laufen. Dem Bewegungsmangel, der einer der wichtigsten Gründe für viele Zivilisationskrankheiten ist, lässt sich durch regelmäßiges Training vorbeugen. Außerdem reduziert sich mit einem gesunden Immunsystem im Falle einer Covid-Infektion die Gefahr eines gefährlichen Krankheitsverlaufs. Daher ist das Laufen an der frischen Luft derzeit noch wichtiger.

Trotz Corona: Laufen an der frischen Luft ist jetzt noch wichtiger

Regelmäßige Bewegung wirkt sich positiv auf die Gesundheit und das Immunsystem aus. Mit einer durch das Laufen verbesserten Abwehr besitzen Menschen im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus weitaus bessere Chancen auf einen milderen Verlauf der Erkrankung. Bewegungssport kann nach Ansicht von renommierten Wissenschaftlern dazu beitragen, den Kampf gegen die Erkrankung zu gewinnen. Aus diesem Grund empfiehlt auch die Weltgesundheitsorganisation WHO mindestens 150 oder besser sogar 300 Minuten an Ausdauersport in einer Woche.

Wer in Zeiten von Corona laufen gehen möchte, trainiert den Körper, sodass sich die Gefahr eines gefährlichen Krankheitsverlaufs reduziert. Zugleich beugen die Laufenden gefährlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Depressionen vor. Außerdem ist der Sport in Zeiten der Pandemie “förderlich für die Gesundheit”. Das betont beispielsweise Professor Jonas Schmidt-Chanasit, der als Virologe am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg tätig ist.

Menschen, die sich in der sozialen Isolation und im Homeoffice weitaus weniger bewegen, drohen vermehrt Situationen, die zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen führen können. Dieser Ansicht vertritt zum Beispiel der bekannte Virologe Christian Drosten, der auf die mentalen Aspekte des Laufens verweist. Es sei wichtig, so Drosten, “dass die Menschen Sport machen können”.

In Zeiten von Corona könne das Laufen dabei helfen, eine größere psychische Stabilität zu entwickeln. Indem Menschen “alle zwei, drei Tage mal die Laufschuhe schnüren und für eine halbe Stunde oder Stunde laufen gehen”, beugten sie einem gefährlichen Krankheitsverlauf vor, betonte der Forscher in dem Corona-Podcast des NDR. Solche Aktivität halten Virologen wie Marin Stürmer, der beim IMD Labor in Frankfurt arbeitet, für eine sinnvolle Sache.

Corona und das Laufen im Freien: Positive Auswirkungen auf unsere Psyche

Weitere Wissenschaftler verweisen auf positive Nebeneffekte des Laufens, was sich während der Corona-Pandemie besonders bemerkbar macht. Das Laufen im Freien ist demnach ein kleiner Baustein, der einem tödlichen Verlauf vorbeugt. Zudem bauen Personen durch die Aktivität den in der Isolation zunehmenden Stress und dazugehörige Ängste ab. Gerade das Laufen im Grünen lohnt in dieser Hinsicht besonders.

Forscher gehen schließlich davon aus, dass die Bewegung in der Natur zur Gelassenheit und zur Kreativität beitragen kann. Der Neurobiologe Henning Beck erklärt beispielsweise, dass es die Geräusche in der Natur sind, die zur Anregung von Hirnaktivitäten beitragen. Er benennt etwa den Gesang von Vögeln oder das Rauschen des Windes in den Bäumen, unter denen sich Läufer bewegen.

“Naturgeräusche”, so stellt Beck fest, “haben gleich drei Effekte auf einmal. Sie scheinen unser Gehirn so zu aktivieren, dass wir unseren Gedanken freien Lauf lassen können, aufmerksamer sind und gleichzeitig Stress abbauen.” Zugleich verbessern Sauerstoff und Sonnenlicht nicht nur die Stimmung, sondern fördern auch das Immunsystem. Auf diese Weise wird der Sport zur Medizin, von der Menschen profitieren, die der Gefahr von Corona durch das Laufen vorbeugen.

coronavirus-laufen

Sport stärkt grundsätzlich das Immunsystem, hilft beim Stressabbau und verbessert den Schlaf. Durch das Laufen können Menschen ihren Körper in den bestmöglichen Zustand bringen, was im Falle einer Infektion mit SARS-CoV-2 die beste Vorbeugung ist, um die Erkrankung zu überstehen. Allerdings müssen Laufende gewisse Regeln berücksichtigen.

Laufen in Corona-Zeiten: Diese Regelungen gilt es einzuhalten

Niemand ist gefährdet, der alleine durch Wald oder Park joggt: “Davon geht überhaupt keine Gefahr aus”, sagt Schmidt-Chanasit. Die Situation gestaltet sich erst dann gefährlich, wenn sich eine größere Gruppe von Personen über einen längeren Zeitraum an einem Ort aufhält. Das Vorbeilaufen von anderen Menschen ist nach seiner Ansicht aber kein Problem, solange der Abstand gewährt ist.

Grundsätzlich ist in Zeiten von Corona das Laufen erlaubt. Der Besuch von vollen Parks oder Wäldern ist aus gesundheitlichen Gründen aber zu meiden. Menschenansammlungen sollten Laufende unbedingt umgehen. Diese müssen auch beim Sport die geltenden Abstandsregelungen beachten, wenn sie auf eine bei solche Aktivitäten störende Maske verzichten wollen.

Experten empfehlen beim Laufen derzeit einen Mindestabstand von zwei Metern. Schließlich ist besonders bei sportlichen Verausgabungen auf die nötige Distanz zu achten. Wenn sich dutzende Laufende auf schmalen Wegen begegnen, fehlt der nötige Abstand. Darauf verweist auch Dagmar Freitag. Die Bundestagsabgeordnete der SPD leitet derzeit den Sportausschuss des Parlaments: “Im Moment ist es einfach ein Risiko, wenn sich zu viele Menschen zusammenrotten und joggen gehen, auch wenn sie ursprünglich mal alleine von Zuhause aus losgelaufen sind”, warnt die Politikerin daher.

Generell sollten sich Menschen vor dem Laufen über die jeweiligen Regeln in ihrer Region informieren. Es gibt derzeit kein einheitliches Regelwerk. In Ländern wie Bayern und Sachsen gab es neben den Kontaktverboten auch Ausgangssperren. In Freiburg existierte das Verbot, öffentliche Plätze zu nutzen. Zur Einhaltung der Regeln und zur Vermeidung von Geldbußen ist es also wichtig, sich über die Lokalzeitungen oder im Internet über die lokalen Gegebenheiten zu informieren.

Wer an Corona erkrankt ist oder bei wem der Verdacht auf eine Erkrankung besteht, der muss auf das Laufen verzichten. Alle anderen Menschen sollten auf gesundheitsorientiertes Training achten. Das bedeutet: Keine harten Intervalle, die das Immunsystem belasten. Keine waghalsigen Manöver, die zu Verletzungen führen können. Lassen Sie es stattdessen locker angehen – und stärken Sie das Immunsystem.